Kunst & Architektur

Studiokino

Cineastische Begegnungen

Mit dem eigenen Studiokino setzt das Castell einen weiteren kulturellen Akzent. Es ist die logische Ergänzung zu Kunst, Architektur, innovativer Kulinarik und Hamam. Das hochkarätige Filmprogramm wird jeweils vom Zürcher Filmpublizisten Walter Ruggle zusammengestellt. Dabei sind Entdeckungen garantiert und Wiederbegegnungen in der entspannten Atmosphäre des Berghotels möglich. Die Filme sind unterhaltsam oder sinnlich besinnlich.

Die Kinovorstellungen jeweils am Freitag und teilweise auch am Samstag sind öffentlich. Sie lassen sich mit dem passenden Dinner im hoteleigenen Restaurant und/oder einem Besuch im Castell Hamam kombinieren. Die Vorführungen regen die Diskussion zwischen Gästen und Einheimischen an. Ziel ist es, das kulturelle Angebot im Engadin um ein weiteres Thema zu erweitern sowie Veranstaltungen und Workshops rund um die Filmkunst anzubieten.

Eintrittspreise

Hotelgäste: gratis
Externe:
Kinoeintritt plus Castell Cinema Drink an der Bar CHF 17.-
Film & Dinner 3 Gänge: CHF 65.-
Film & Dinner 3 Gänge & Hamam: CHF 95.-

Filmbeginn: jeweils um 21 Uhr

PROGRAMMÜBERSICHT AKTUELLE SAISON

Centaur

23.06.2017, 14.07.2017 und 08.09.2017

Aktan Arym Kubat, Kirgisien 2017, 89 Min., ab 14 – Kirg./d/f

 

Der Kirgise Aktan Arym Kubat hat uns bereits mit Filmen wie «The Light Thief» verzückt. Hier erzählt er die Geschichte eines Mannes,  der ein friedliches Leben in der Bergwelt Kirgisistans lebt und  dennoch spürt, wie die Zeiten sich ändern. Pferde verleihen ihm Flügel, und weil die stolzen Tiere heute immer mehr Handelsobjekte sind, klaut er ab und zu eines – nicht um Geld zu machen, nein:  um gemeinsam die Freiheit zu träumen, von der er auch seinem kleinen Buben in den Geschichten erzählt. Die Pferde spielen auch dort eine wichtige Rolle.

White Sun
30.06.2017 und 29.07.2017

Deepak Rauniyar, Nepal 2016, 89 Min., ab 14 – Nepali/d

Ein Mann, der sich den Rebellen angeschlossen hatte, kehrt zum Begräbnis seines Vaters ins Heimatdorf am Fuss des Himalaya zurück. Mit Feingefühl erzählt der junge nepalesische Filmemacher Deepak Rauniyar von einem Leben nach dem Bürgerkrieg und von den teils gar amüsanten Momenten um den Versuch, einen Leichnam an sein Ziel zu bringen. Ein ebenso berührender wie unterhaltsamer Einblick ins Leben am Fuss des Himalaya, wo die Bergdörfer auf Höhen  liegen, mit denen bei uns Gipfel gemessen werden.

Bodhi Dharma
07.07.2017 und 04.08.2017

Bae Yong-kyun, Südkorea 1989, 138 Min. – Koreanisch/d

Das Filmfestival von Locarno feiert im August die 70. Ausgabe.  Zu den mit einem Goldenen Leoparden ausgezeichneten Filmen  gehört dieses meditative Werk. Ein Zen-Meister, sein unsicherer Schüler und ein Waisenkind sind unterwegs in den Bergen Südkoreas. Um sie herum die alles beherrschende Natur, Wasser, Feuer, Erde, Wind und Licht. Dieser einfache Rahmen genügt Bae Yongkyun, um das Leben als inneres und gemeinschaftliches Abenteuer fühlbar zu machen, als Weg zum wahren Sein, zur erfüllten  Harmonie, zur inneren Freiheit.

Der Mantel
15.09.2017

Grigori Kosinzew, Leonid Trauberg, Rus 1926, 78 Min., ab 14

100 Jahre russische Revolution, die in der Filmkunst wegbereitend war. Ein Beispiel ist das exzellente Stück expressionistischen  Kinos, in dem das Duo Trauberg und Kosinzew Gogol’s «Mantel»  mit der Exzentrik der Zeit filmisch umsetzten. Stumm mit PianoImprovisatinen: André Désponds.

Café Society
12.08.2017

Woody Allen, USA 2016, 96 Min., ab 12 – E/d

1930er Jahre. Bobby wuchs zwar in der Bronx auf, fühlt sich aber  zum Glitzer Hollywoods hingezogen. Onkel Phil ist ein Filmagent in der Traumfabrik und geht mit Fred Astaire und Gary Cooper essen.  Für Bobby hat er keine Zeit, seine hübsche Sekretärin Vonnie  aber schon. Und wie.

Paterson
22.07.2017 und 07.10.2017

Jim Jarmusch, USA 2016, 118 Min., ab 12 – E/d

Paterson arbeitet als Busfahrer in Paterson. Er fährt dieselbe  Route, beobachtet das Geschehen und hört Bruchstücke von Gesprächen seiner Passagiere. In seiner Mittagspause setzt er sich  in einen Park und schreibt Gedichte. Seine Frau Laura liebt alles  ins schwarz-weiss. Stilsicher.

La La Land
15.07.2017, 05.08.2017

Damien Chazelle, USA 2017, 128 Min., ab 12 – OV/d/f

Der Oscarsieger 2017 träumt sich durch den kalifornischen Traum. Mia ist Schauspielerin in L.A.. Sebastian will dort ebenfalls seinen Durchbruch schaffen, allerdings als Jazz-Musiker. Sie arbeitet in Cafés, er sitzt in Clubs am Keyboard. Die beiden lernen sich kennen und geben einander Kraft.

C’eravamo tanto amati

21.07.2017, 25.08.2017 und 13.10.2017

Ettore Scola, Italien 1974, 124 Min., ab 14 – I/d/f

Eine der schönsten Liebeserklärungen ans Kino und die Italianità, ans Leben und ans Lieben. Nino Manfredi, Vittorio Gassman, Stefano Satta Flores und Stefania Sandrelli spielen mit in dieser Zeitreise. Figuren wie De Sica, Fellini und Mastroianni treten als sie selber auf, etwa bei nachgestellten Dreharbeiten zu «La dolce vita» am Trevibrunnen. Wir folgen in Ettore Scolas filmischer Perle dem Lebensweg dreier Freunde im Italien der Nachkriegsjahrzehnte und erleben,  wie Menschen sich über die Zeit hinweg entwickeln können.

The Death And Life Of Otto Bloom
11.08.2017, 01.09.2017 und 22.09.2017

Cris Jones, Australien 2016, 84 Min., ab 14 – E/d/f

Otto Bloom lebte in Australien, kam aber weltweit in die Schlagzeilen, denn der attrakive junge Mann erlebte die Zeit rückwärts und konnte sich nur an die Zukunft erinnern. Cris Jones erzählt seine Geschichte und davon, wie Bloom weiss, was passieren wird und  wie er’s vergisst, sobald es geschehen ist. Bald steht er im Rampenlicht von Forschung und Öffentlichkeit. Doch je älter er wird,  desto weniger weiss er. Der Film ist nicht zuletzt eine anregende  Reise in die Erfahrung von Zeit und eine erfrischende Liebes- geschichte mit Rachel Ward. Ein Trip.

Castell Videoart Collection

Series 1
Roman Signer, Kleine Ereignisse
Tadashi Kawamta, Installation Felsenbad im Alpenschloss Hotel Castell
Roman Signer, Ein Hauch Kultur

Series 4
Roman Signer, Biennale di Venezia, 2099
Steven John Pippin, „The Continued Saga of an Amateur Photographer“, 1993
Roman Signer,  Arbeiten 1994-1996

Series 2
Elodie Pong, Sculptures, 2011
Joanna Seitz and Kerry Downey, „To Do List“, 2012-2014

Series 5
Romain Mader, Arbeiten 2009 – 2012
Franziska Bieri, „Z’abe näh“, 2009
Taro Izumi, Letter of Fur, 2007
Taro Izumi, Water-Flow Laundry, 2007
Christoph Rütimann, Handlauf Rämistrasse Zürich, 2005

Series 3
Cinthia Marcelle, Unus Mundus – Confronto, 2005
Judith Albert, limone, 2010
Alexandra Meyer, Kopf, 2012
Judith Albert, Haare, 2009

Series 6
Pipilotti Rist, Kompilation, Videos 1986-1992

 

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