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Castell Art Weekend

06. Sep 2019 bis 08. Sep 2019



Castell Art Weekend heisst: Neues über Kunst erfahren, spannende Künstlerinnen und Künstler persönlich kennen lernen, anregende Gespräche führen, Kunstorte in Zuoz und Umgebung besuchen. Dieses Jahr mit dabei sind die Künstlerin Shana Moulton (USA) und der Künstler Raphael Hefti (CH) sowie Judith Welter, Direktorin Kunsthaus Glarus.

Das detaillierte Programm finden Sie unter "Kunst & Architektur".

Infos zu den beiden Künstlern:

Shana Moulton (USA) hat sich mit ihren Videos, Installationen und Performances international einen Namen gemacht. In ihren Videowelten treten weibliche Figuren auf, die von Moulton selbst dargestellt werden und als deren Alter Ego fungieren. Sie sind auf der Suche nach Perfektion, Gesundheit und Friede, welche sie in Konsumartikeln zu finden meinen: In ihren eigenen vier Wänden, einem Konstrukt aus Kitsch, Kommerz und Esoterik agieren sie scheinbar unbeobachtet.

Man sieht alltägliche Szenen im persönlichen Setting, gefolgt von schrägen, phantastischen Momenten, wo Frau durch Wände geht, Dinge magische Kräfte haben und Sinnentleertes auf allerlei Sehnsüchte trifft. Ängste werden gebannt mittels Shopping-­Cliché, Brockenhaus-­Idylle oder Yoga für jede Frau. In ihrer betont billigen Machart und Ästhetik karikiert Shana Moulton die Kultur von Werbespots, Youtube-­Clips und Musikvideos. Und plötzlich blitzt es in messerscharfer Klarheit auf: Das meint auch mich...


Raphael Hefti (CH) interessiert sich für industrielle Prozesse und treibt sie gerne auf die Spitze: beim Härten von Stahl überhitzt er, beim Entspiegeln von Museumsglas geht er an die Grenze – länger, heisser – und erhält so Produkte von unerwarteter Farbigkeit. Auf dem Dach des Museum Van Gogh in Arles fangen derart bearbeitete bunte Scheiben das Sonnenlicht ein und verändern die Stimmung im Innern.

In totaler Dunkelheit trägt er Sporen von Bärlauchmoos auf riesige Fotopapierbogen auf und startet dessen Verbrennung. So entstehen einzigartige vulkanartige Bilder. Und für eine Ausstellung in Rotterdam lässt Hefti flüssiges Aluminium in Behältern mit Lastwagen ins Museum bringen und über grosse schwarze Formen giessen. Hefti weiss im Voraus nicht, wie das Resultat aussehen wird und ist offen für den Zufall bzw. den «Fehler». Für sein innovatives und vielseitiges Werk hat er 2015 den Prix Mobilière erhalten.

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