Art & Architecture

Studio Cinema

CINEMATIC ENCOUNTERS

Boasting its own studio cinema, the Castell sets another cultural accent – a logical addition to its art, architecture, innovative cuisine and hamam. The high-profile film programme is curated by the Zurich film journalist Walter Ruggle. Discoveries and rediscoveries can be enjoyed in the relaxed atmosphere of this mountain hotel. The films are entertaining or sensually contemplative.

The film screenings every Thursday are public. They can be combined with a dinner at the hotel restaurant and/or a visit to the Castell hamam. The films inspire discussion between guests and locals. The goal is to enhance cultural life in the Engadine with films on a variety of topics as well as events and workshops based on the art of film.

TICKET PRICES

Hotel guests: free
External visitors: CHF 12.- 
Movie & 3-course dinner: CHF 65.-

FILM OVERVIEW CURRENT SEASON

Wilde Maus

15.12.2017 und 26.01.2018

Josef Hader, Österreich, 102 Min., ab 14 J. – Deutsch

Der Österreicher Josef Hader brilliert mit seinem Schmäh auf den Kabarettbühnen; inzwischen macht er auch Filme. Zum Beispiel diese Wintergeschichte aus Wien, wo Georg seit Jahrzehnten als etablierter Musikkritiker für eine Tageszeitung schreibt. Überraschend wird ihm eines schönen Tages vom Chefredakteur gekündigt: Sparmassnahmen. Seiner jüngeren Frau Johana, deren Gedanken nur um ihren nächsten Eisprung und das Kinderkriegen kreisen, verheimlicht er den Rausschmiss und sinnt auf Rache. Vergnügliches Zeitbild mit Wiener Charme.

Ultimos dias en La Habana

22.12.2017, 02.02.2018 und 09.03.2018

Fernando Pérez, Kuba, 93 Min., ab 14 J. – SP/d/f

Diego und Miguel leben ohne Komfort mitten in Havanna. Miguel verdient sein Geld als Tellerwäscher in einem privat geführten Restaurant und kümmert sich, mit Nachbarn und Familie, um den kranken Diego. Fernando Pérez erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft mit Blick auf ein Kuba im Umbruch. Eine nostalgische Liebeserklärung an die kubanische Hauptstadt und ihre BewohnerInnen. Dem Film ist die Liebe zur Heimat anzumerken und zu den Menschen die flexibel, einfallsreich und mitunter listig auf den Alltag reagieren.

Anna Karenina - Vronsky's Story

29.12.2017, 20.01.2018 und 03.02.2018

Karen Schachnasarow, Russland, 138 Min., ab 12 J. – R/d

Leo Tolstois grandioser Roman um Anna Karenina und deren schleichenden Ausschluss aus der vermeitlichen noblen Gesellschaft wurde schon oft verfilmt, aber wir bekamen in der Regel die westlichen Versionen zu sehen. Jetzt bietet sich die Gelegenheit, Tolstois Figuren für einmal in Russisch reden zu hören. Darüber hinaus hat der Filmemacher den Blickwinkel von Annas Liebhaber Wronski gewählt, der mitten im russisch-japanischen Krieg 1904 Annas erwachsenen Sohn von seiner unsterblichen Liebe erzählt, in wunderschönen Tableaus.

Western

05.01.2017 und 17.02.2018

Valeska Grisebach, Deutschland, 119 Min., D/BUL/d/f

Eine Gruppe von deutschen Arbeitern soll an der Grenze zwischen Bulgarien und Griechenland ein Wasserwerk bauen. Das fremde Land und die umwerdende Landschaft wecken die Abenteuerlust bei den Männern, aber sie erleben auch eigene Vorurteile und Misstrauen. In ihrem ungemein feinfühlig inszenierten Spielfilm betrachtet Valeska Grisebach Momente von Begegnungen und Versuche von Verständigung. Mit hervorragend agierenden Laien betrachtet sie das Leben und das Näherkommen über Grenzen und Vorurteile hinweg.

Die göttliche Ordnung

06.01.2018 und 24.03.2018

Petra Volpe, Schweiz, 96 Min., ab 12 – Deutsch

Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die 1971 mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem beschaulichen Schweizer Dorf lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren. Der Dorf- und Familienfrieden kommt jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenstimmrecht einzusetzen. Der erste Spielfilm über das Schweizer Frauenstimmrecht nimmt das Publikum mit auf eine emotionale Reise in die ländliche Schweiz der 1970er Jahre und ist von der Schweiz 2017 ins Oscar-Rennen geschickt worden.

Gabriel and the Mountain

12.01.2018 und 16.02.2018

Fellipe Barbosa, Brasilien, 127 Min., ab 14 J. – E/d/f

Into the Wild in Afrika: Bevor er zu studieren beginnt, will der lebensfrohe und begegnungsoffene Gabriel um die Welt reisen. Zum Abschluss ist er in Kenia, Tansania, Sambia und Malawi unterwegs. Seine Freundin Cristina schliesst sich ihm in Kenia vorübergehend an. Danach geht er noch einmal auf eigene Faust weiter, beflügelt vom Wunsch, dem lokalen Leben nahe zu sein. Ein ebenso erfrischendes wie anregendes und berührendes Roadmovie, das auf einer wahren Geschichte basiert und übers eigene Reisen sinnieren lässt.

Banana Pancakes and the Lonely Planet

19.01.2018 und 16.03.2018

Daan Veldhuizen, Laos/Niederlande, 93 Min., ab 14 J.– E/d/f

Reisen ist in Mode, mehr denn je. Und Fernost ist angesagt. Zu den Boom-Ländern gehört Laos. Der niederländische Filmemacher Daan Veldhuizen betrachtet das entlegene Dorf Muang Noi in Indochina und lässt Jugendliche, die da leben, auf jene treffen, die als Backpacker oder Individualtouristen hierherreisen. Selten hat ein Film die unterschiedlichen Aspekte des Reisens so unaufgeregt, anregend und umfassend auf den Punkt gebracht. Wir erleben Menschen vor Ort und die Durchreisenden.

Longing

09.02.2018, 24.02.2018 und 23.03.2018

Savi Gabizon, Israel, 103 Min., ab 14 J. – OV/d/f

Ariel erhält einen Anruf von seiner früheren Freundin. Sie muss ihm ein paar überraschende Dinge erzählen. Als sie sich vor 20 Jahren getrennt hatten, war sie schwanger und bekam einen wunderbaren Jungen. Diese und die zweite Überraschung werden Ariels Leben für immer verändern. Da versucht ein Mann, der nie Vater werden wollte und nun Vater eines Jungen ist, den er nie persönlich getroffen hat, mit seiner unerwarteten Rolle fertig zu werden. Die sanfte Komödie erforscht die verborgenen Aspekte des Eltern- und Vaterseins.

Wajib

02.03.2018 und 30.03.2018

Annemarie Jacir, Palästina, 96 Min., ab 14 J. – Arab./d/f

Annemarie Jacir lädt ein auf eine humorvoll ernsthafte Fahrt durch Nazareth. Der in Rom lebende Architekt Shadi ist zu Besuch und soll dem Vater helfen, die Einladungen zur Hochzeit seiner Schwester persönlich zu überbringen. Wir erleben die Tücken einer Vater-Sohn-Beziehung und tauchen ein in die Gegenwart Nazareths. Die Tatsache, dass das Darstellerpaar Mohammad und Saleh Bakri, zwei der bekanntesten Schauspieler im arabischen Raum, im wirklichen Leben Vater und Sohn sind, gehört zu den Reizen des Films.