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Architektur

Hotel - Architektur

Die Architektur des Hotel Castell wird von 3 grossen Architekten geprägt. Nicolaus Hartmann setzte im Jahr 1912/13 den Grundstein mit dem markanten Turm.

Der Umbau wurde vom UN Studio Amsterdam (Chesa Chastlatsch, Hamam, Hälfte der Zimmer) und dem Architekturbüro Ruch St.Moritz (Hälfte der Zimmer) geprägt.

Einen zusätzlichen Farbtupfer setzen die Architektin Gabrielle Hächler und die Künstlerin Pipilotti Rist im Jahre 1998 mit ihrer «Roten Bar» sowie Tadashi Kawamata mit der filigranen Sonnenterrasse (gegenüber der «Roten Bar»).
Die Architekten

Nicolaus Hartmann der Jüngere
Die Bauten des St.Moritzer Architekten Nicolaus Hartmann d. J. (1880–1956) stellen einen unübersehbaren, vielbeachteten Teil der Geschichte der Schweizerischen Architektur des 20. Jahrhunderts dar. Mit seinem «Bündner Heimatstil» hat er die Baukultur Graubündens und des Engadins beinahe während eines ganzen Jahrhunderts wirtschaftspolitischen Aufschwungs bündnerischer Tourismuszentren mitgeprägt.

Er griff bewusst auf regionalistische, traditionsgebundene Bauformen zurück und stützte sich auf örtliche Materialien und solides Handwerk. Zeitlebens blieb er Vertreter der Heimatschutzbewegung.

Neben der Hotellerie war die RhB sein grösster Auftraggeber. Dazu kamen diverse Restaurationsarbeiten in Burgen und Schlössern. Zu den wichtigsten Bauten im Engadin gehören neben dem Castell das Hotel La Margna in St.Moritz, das Bahnhofsgebäude Alp Grüm, die Gedenkstätte Giovanni Segantini, die im Jahre 1998/99 von Hans-Jörg Ruch sensibel saniert wurde, das Engadiner Museum, die Kirche in St.Moritz-Bad, die Alpenrose in Sils und das Lyceum Alpinum Zuoz.
www.hartmann-bau.ch

UN Studio, Amsterdam
Sie bauten die Erasmus-Brücke, das neue Wahrzeichen von Rotterdam, entzückten die Architekturwelt mit dem «Möbius Haus» in Het Gooi. Sie erhielten jede Menge Publizität wegen der hydraartig verschlungenen Türme, die sie gemeinsam mit United Architects für Ground Zero vorschlugen. Sie bauen das neue Mercedes Museum in Stuttgart und die Chesa Chastlatsch am Hang oberhalb Zuoz.

Das von Ben van Berkel und seiner Frau Caroline Bos geführte UN Studio hat sich international etabliert und van Berkel ist auf dem Weg vom Star zum Superstar. Für ihn hat der Baustil im klassischen Sinn ausgedient. «Heute geht es um Ästhetik, Prinzipien und die inneren Werte der Architektur – Organisation der Räume, Atmosphäre, Bewegung. Es geht darum, wie wir alles Wissen optimal für die Bedürfnisse der Menschen einsetzen können».
www.unstudio.com

Architekturbüro Ruch, St.Moritz
Zahlreiche herausragende Um- und Neubauten im Engadin tragen dieselbe Handschrift, jene von Hans-Jörg Ruch. Mit viel Gespür bringt er Gegensätzliches in ein Spannungsverhältnis, baut Ferienhäuser, Banken, eine Bibliothek, Hotels, Konsumtempel, ein Strom-Unterwerk und sogar eine SAC-Hütte.

Gekünsteltes und Ineinandergewursteltes sind dem weitgereisten Kosmopolit ein Gräuel. Schon bei der Wahl der Materialien beschränkt sich Hans-Jörg Ruch auf rohen Beton und Eisen, Glas, ein Holz, einen Stein. Weniger sei besser, mehr bereits zu viel.
www.ruch-arch.ch
 
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